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www.weatherandclimate.eu

Hurrikane vernichteten Baumwoll und Zitrusernten im Südosten der USA

16 october 2024

Schwere Winde und heftige Regenfälle durch den Hurrikan Helen zerstörten ein Fünftel der Baumwollernte in Georgia, dem zweitgrößten Baumwollstaat der Vereinigten Staaten. Dies geht aus dem monatlichen Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums über die Baumwollproduktion (WASDE) hervor, wie Agriculture News am 15. Oktober berichtete. Ein vorläufiger Schadensbericht der University of Georgia beziffert die Baumwollverluste auf 207 bis 220 Millionen Dollar. Beamte des Bundesstaates gaben an, dass sich der Gesamtschaden des Sturms für die Landwirtschaft in Georgia auf 6,46 Mrd. $ (625 Mrd. $) belief. „Georgia und North Carolina waren für den größten Teil des Rückgangs verantwortlich“, heißt es im WASDE-Bericht. Der Wirbelsturm traf die Staaten während der Erntezeit. Außerdem mussten Geflügelfarmen während des Wirbelsturms schließen, was ebenfalls einen erheblichen wirtschaftlichen Tribut forderte.

Und Floridas Zitrusindustrie wurde durch den Hurrikan Milton dezimiert, der über den Staat hinwegfegte und den Erzeugern gerade dann irreparable Schäden zufügte, als sie hofften, dass das Schlimmste für die kämpfende Industrie vorüber sei, so ein Bericht vom 15. Oktober auf der Online-Agrarnachrichtenplattform AgroPages. Experten zufolge zog der Hurrikan durch wichtige Zitrusfrüchte produzierende Landkreise und war zwar nicht so verheerend, wie viele befürchtet hatten, doch kam er für die Landwirte zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt: genau vor der wichtigen Erntesaison. Gerade waren Fortschritte bei der Bekämpfung einer tödlichen Zitruskrankheit erzielt worden, die die Orangenproduktion auszulöschen drohte, als der Sturm kam.

Das heißt, die Zitrusplantagen in Florida waren bereits in schlechter Verfassung, und Milton verschärfte die Probleme der Branche noch weiter. Vor dem Eintreffen des Hurrikans wurde erwartet, dass in der Saison 2024/2025 nur 15 Millionen Kisten Orangen produziert werden würden, was einem Rückgang von etwa 16 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Jetzt sind die Schätzungen viel pessimistischer. Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums ist die Orangenproduktion in Florida in den letzten 20 Jahren um etwa 92 % zurückgegangen. Analysten führen die Verluste auf Naturkatastrophen - Fröste und Wirbelstürme - und Krankheiten wie Citrus Greening zurück.

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